gegründet 1819 als erstes evangelisches Waisenhaus in Berlin

 

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Wab's


W
ohngruppen mit alternierend innewohnender Betreuung

Familienanaloge Wohngruppen der
Wadzeck-Stiftung für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen
nach SGB VIII § 34
 

Die Wadzeck-Stiftung hat schon 1995 das Betreuungssetting WaB, - Wohngruppe mit alternierend innewohnender Betreuung - entwickelt, das mittlerweile eine in den Berliner Leistungsbeschrei-bungen anerkannte und in vielen anderen Einrichtungen praktizierte Betreuungsform geworden ist.

In diesem Betreuungskonzept werden in aller Regel 6 Kinder im Alter von 6 – 14 Jahre (Aufnahmealter) von 3 Erzieher/innen in einer familienanalog gegliederten, meist heterogen zusammengesetzten Gruppe betreut. Jeder Gruppe ist eine Mitarbeiterin des Pädagogisch-Therapeutischen Leitungsteam zugeordnet, die neben den Leitungs- und Koordinationsaufgaben insbesondere die Eltern und Familienarbeit verantwortlich durchführt. Jede Gruppe wird von einer Hauswirtschafterin unterstützt.

Durch das alternierende Betreuungsmodell, in dem immer ein/e Erzieher/in über mehrere Tage hintereinander im Dienst und für die Kinder und Eltern verlässlicher Ansprechpartner ist, wird die Gruppe regelmäßig und rund um die Uhr betreut. Durch dieses Betreuungsmodell ist es an vielen Tagen möglich, eine Doppelbetreuung an den Nachmittagen zu gewährleisten.

Die Metropolis, Colorado, Phönix, Orion, und Kolibri  befinden sich im Haupthaus der Wadzeck-Stiftung in der Drakestraße in Steglitz-Zehlendorf.

Vela, Pegasus und Panorama heißen unsere drei Außenwohngruppen, die sich in der Groß-Ziethener Straße im südlichen Tempelhof in zwei übereinander liegenden Wohnetagen mit einer schönen Gartenanlage innerhalb einer größeren Wohnbausiedlung befinden.

Alle Kinder haben in der Regel ein Einzelzimmer. Zu dem Gruppenbereich gehört ein großes Wohnzimmer, Küche, zum Teil mit integriertem Essbereich, zwei bzw. drei Bäder und Toiletten, Betreuerzimmer und Büro.

Die Altersstruktur in den einzelnen Gruppen ist zum Teil sehr unterschiedlich. Bedingt dadurch muss jedes Kind bzw. Jugendliche gemäß seiner körperlichen Entwicklung gefördert und in seinen altersgemäßen Bedürfnissen berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden im Rahmen der Hilfeplanung und bei altersgemäßer Beteiligung des jeweiligen Kindes/Jugendlichen Ideen für die soziale, emotionale und psychische Entwicklung entwickelt und in Teilzielen differenziert und umgesetzt.

Die Kinder bzw. Jugendlichen in der Wadzeck-Stiftung sollen dazu angeregt werden, ihre Freizeit soweit wie möglich eigenständig zu gestalten. Unternehmungen mit Klassenkameradinnen und anderen "Außenstehenden" werden begrüßt und unterstützt. Die Einbindung in Sportvereine und kulturelle Institutionen wird gefördert, um dem Kind bzw. dem Jugendlichen die Möglichkeiten zu bieten, stabile Freundschaften auch außerhalb seiner Wohngruppe zu knüpfen. Zum anderen sind gemeinsame Aktivitäten mit der gesamten Wohngruppe nötig und sinnvoll, um das Sozialverhalten in der Gemeinschaft zu fördern. Auch gemeinsame Reisen und Wochenendausflüge fördern den Zusammenhalt in der Wohngruppe.

Der Kontakt des Kindes zu seiner Familie wird ausdrücklich gewünscht und von uns unterstützt, sofern sich daraus keine negativen Folgen hinsichtlich der weiteren Entwicklung ergeben.

Damit - je nach Zielvereinbarung - eine Rückkehr in die Familie möglich wird, ist es unerlässlich, den Kontakt des Kindes bzw. Jugendlichen mit seiner Familie zu fördern. Dies geschieht in der Regel durch regelmäßige Wochenend- bzw. Ferienbesuche. Ferner bieten wir den Eltern die Möglichkeit, sich aktiv am Heimalltag zu beteiligen. Dies kann im Bereich der Hausaufgabenhilfe, in der Freizeitgestaltung u.ä. liegen.

Bei erheblichen Schulproblemen kann das Kind durch Aufnahme im Schulprojekt der Stiftung in einem individuellen Förderprogramm auf die Reintegration in eine Regelschule vorbereitet werden. Für diese individuelle Zusatzleistung entsteht ein gesonderter Kostenrahmen.

Selbstverständlicher Standard ist bei uns die Zusammenarbeit mit den Eltern.

Dies erreichen wir durch die Teilnahme der Eltern an einzelnen oder mehreren von der Stiftung angebotenen Modulen der Eltern- und Familienarbeit, die folgende Maßnahmen umfassen

Regelmäßige Gespräche mit den Eltern (gemeinsame Gespräche zwischen Familientherapeuten und Erziehern aus der Gruppe)
• über die schulische Situation des Kindes
• über die persönliche Entwicklung des Kindes
• über die \/Vochenend- und Ferienbeurlaubungen
• über Themen, die die Eltern oder andere Beteiligte mit in die Bera-ung einbringen
Teilnahme an einer Elterngruppe nach dem Modell „Starke Eltern – Starke Kinder“

Hausbesuche bei den Eltern

Mitarbeit im Elterncafe

Nicht alle Kinder und Jugendlichen können in ihre Familien zurückkehren. Diese jungen Menschen haben anhaltende Unterstützung nötig auf dem Weg zu ihrer persönlichen und sozialen Stabilisierung, bei dem Erreichen eines Schul- bzw. Berufsabschlusses und einer individuellen Lebens- und Arbeitsperspektive. Neben der auch in diesen Fällen notwendigen Klärung von Familienbeziehungen spielt die Entwicklung sozialer Kompetenz, die Hilfe zur Selbsthilfe und der Entwicklung von Fähigkeiten zur selbständigen Lebensführung eine immer zentralere Rolle.

Über die hier dargestellte Betreuungsform ist mit der zuständigen Fachverwaltung des Senats von Berlin eine Leistungs-, Qualitäts- und Entgeldvereinbarung geschlossen worden.

Bei Fragen zur Unterbringung in diese stationäre Betreuungsform wenden sich Interessierte an s.o.
 

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siehe Impressum

 

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