gegründet 1819 als erstes evangelisches Waisenhaus in Berlin

 

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Das  Schulprojekt "Kleine Schule"


1. Ziel des Schulprojekts Wadzeck-Stiftung

Oberstes Ziel des Schulprojekts Wadzeck-Stiftung ist die Reintegration der Schülerinnen und Schüler in die Regelgrundschule.

2. Zielgruppe

I
m Schulprojekt Wadzeck-Stiftung werden Schülerinnen und Schüler der Grundschule (Klasse 1 bis 6) beschult, deren Schwierigkeiten im Bereich des sozialen Handelns und/oder des emotionalen Erlebens eine erfolgreiche schulische Bildung in einer Regelschule nicht möglich machen. Häufig haben die Schülerinnen und Schüler einen sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich „emotional-soziale Entwicklung“.
Alle SchülerInnen leben in einer Wohngruppe oder besuchen eine der Tagesgruppen der Wadzeck-Stiftung.

3. Die Arbeit in den Lerngruppen

Im Schulprojekt Wadzeck-Stiftung gibt es zurzeit zwei Lerngruppen mit je 6 Schülerinnen und Schülern, die von einem interdisziplinären Team bestehend aus Sonderpädagoginnen und Sozialpädagoginnen unterrichtet werden.

Die Schülerinnen und Schüler werden täglich von 8.15 Uhr bis 13.00 Uhr, dienstags und freitags bis 12.00 Uhr unterrichtet. Der Schultag gliedert sich in drei bzw. vier Arbeitsphasen á 45 Minuten, die von mindestens 15minütigen Pausen unterbrochen sind. Täglich unterrichtet werden die Kernfächer Deutsch und Mathematik, darüber hinaus erhalten die Schülerinnen und Schüler – je nach Jahrgangsstufe - Unterricht in den Fächern Sachkunde, Musik, Kunst, Sport, Geschichte, Erdkunde und Naturwissenschaften.


3.1 Leitgedanken des Schulprojekts

Im Schulprojekt Wadzeck-Stiftung wird der Ansatz des „Ganzheitlichen Lernens“ verfolgt. Das heißt, dass nicht nur intellektuelle und schulische Bereiche gefördert werden sondern auch soziale und persönlichkeitsbezogene Entwicklungsprozesse Bestandteil des Förderkonzepts sind. Ganzheitliches Lernen umfasst also sämtliche, die Persönlichkeit des Kindes betreffenden Bereiche.

Schülerinnen und Schüler, die im Schulprojekt der Wadzeck-Stiftung unterrichtet werden, gerieten in ihrer Stammschule meist durch ihre Verhaltensprobleme in eine Außenseiterrolle bei MitschülerInnen und LehrerInnen und hatten so nur selten Gelegenheit, angemessene Sozialkontakte zu knüpfen bzw. angemessene soziale Verhaltensweisen einzuüben. Aus diesem Erfahrungsschatz heraus haben sich meist ein negatives Selbstbild, Versagensängste, Aggressionen oder Depressionen, Verweigerungshaltungen und oft auch autoaggressive Verhaltensweisen entwickelt und/oder bereits verfestigt. Diese Denk- und Verhaltensmuster gilt es aufzulösen und durch neue, positive und gesellschaftskonforme Denk- und Verhaltensmuster zu ersetzen, damit die Schülerinnen und Schüler wieder die Regelgrundschule besuchen und den dortigen schulischen Anforderungen entsprechen können.

Dies wird über individuelle Förderpläne für jedes Kind, denen ein umfassendes Förderkonzept zugrunde liegt, realisiert. Das Förderkonzept umfasst die Bereiche Verhalten/Sozialisation und Schulleistungen. Dabei überschneiden sich in der täglichen Arbeit die Maßnahmen und Ziele einzelner Schwerpunkte aus beiden Förderkonzeptteilen.

3.2 Förderziele „Soziale Kompetenzen“

- Aufbau eines positiven Selbstbildes
- Aufbau oder Stärkung der Selbstkontrolle
- Stabilisierung des Sozialverhaltens, Steigerung der Gruppenfähigkeit
- Reflexion des eigenen Verhaltens
- Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln
- Aufbau alternativer Handlungs- und Konfliktlösungsstrategien
- Abbau von Aggressionen

3.4 Förderziele „Schulische Qualifikation“

- Aufbau der Lernmotivation
- Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und der Aufmerksamkeit
- Erlernen und Einüben von unterschiedlichen Arbeitstechniken
- Erkennen der persönlichen Stärken und Schwächen, realistische Einschätzung des eigenen Könnens
- Schließen von Wissenslücken entsprechend der Jahrgangsstufe, Nachholen des versäumten Schulstoffs
- Umgang mit Frustrationen und schulischen Misserfolgen, Erhöhung der Frustrationstoleranz
-
Aufnahmekriterien:
Kinder, die im Schulprojekt beschult werden, müssen grundsätzlich stationär oder teilstationär in der Wadzeck-Stiftung untergebracht sein.

Überleitung / Begleitung in die Regelschule

Eine Überleitung vom Schulprojekt in die Regelschule verstehen wir als Prozess. So ist dieser Übergang bei jedem Kind individuell zu vereinbaren und den Bedürfnissen entsprechend zu gestalten. In der Regel besuchen Kinder des Schulprojektes Stunden- oder Phasenweise den Regelunterricht in Begleitung eines Mitarbeiters des Schulprojektes. Nach und nach soll das Kind auch alleine im Unterricht verbleiben und die Besuchszeit erweitert werden.
Ist es zu erkennen, dass ein Schulbesuch unproblematisch ist, soll das Kind schnell voll in die Regelschule integriert werden.
Sollte ein begleiteter Schulbesuch über längere Zeit oder regelmäßig über mehrere Tage in der Woche nötig sein, muss überprüft werden ob durch die Regelschule (Schulhelfer) oder die Eltern eine Begleitung organisiert werden kann.

Kosten

Der aktuelle Tagesatz beträgt 31,67 EUR.
 

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Ein Gedicht

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Kontakte

Wadzeck-Stiftung:
Herrn Müller
Drakestr. 79,
12205 Berlin
T. 030/84382-223
F. 030/84382-200
Mail:
Gaius Müller

Projektstandort:
Wadzeck-Stiftung
Drakestr. 79 12205 Berlin
Lehrkräfte:
Frau Tibus
Frau Probosch Jung
Frau Hoffmann
Frau Matschulla
Frau Jentsch
T. 030 / 84382-247
F. 030/ 84382-200
Mail: Schulprojekt

Erreichbar mit der BVG:
U-Bahn: Linie 9 Rathaus Steglitz
Bus 185
S-Bahn: 1 Lichterfelde-West
oder Lichterfelde-Ost,
dann Bus 111, X11
Eingang Karwendelstraße

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