gegründet 1819 als erstes evangelisches Waisenhaus in Berlin

 

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Familienarbeit


Familienarbeit in der Wadzeck-Stiftung

Es gibt im Rahmen der Eltern und Familienarbeit in der Wadzeck-Stiftung unterschiedliche MODULE, die den Eltern und Kindern/Jugendlichen im Rahmen der Verabredungen über die Richtungsziele der Hilfe dargestellt werden. Diese Module gelten in der Regel für alle Eltern. Ausnahmen davon sind in der Hilfeplanung konkret abzusprechen.

Modul 1
Die Eltern wünschen eine Rückführung so schnell wie möglich

Standard:
Regelmäßige Elterngespräche finden in der Regel 14tägig statt. Zusätzlich werden bei Bedarf auch weitere Familien-mitglieder an den Gesprächen beteiligt.
Während der Unterbringung findet mindestens ein Hausbesuch statt.

Die Beurlaubung nach Hause erfolgt mindestens 14tägig am Wochenende (nach Absprache, insbesondere in zeitlicher Nähe zur Entlassung auch häufiger.
Auch längere Beurlaubungsintervalle in den Ferien können im Hilfeplan vereinbart werden). Zwischen den Beurlaubungen gibt es sowohl zwischen Eltern und Kind/Jugendlichen als auch zwischen Eltern und Betreuer/innen regelmäßig Telefonate (sinnvoll ist einen festen Termin dafür zu vereinbaren).
Spätestens nach sechs Monaten wird der bisherige Hilfeverlauf von uns dokumentiert und in der Hilfekonferenz gemeinsam mit der Familie und dem Jugendamt erörtert.
Falls der tatsächliche Hilfeverlauf allerdings wesentlich vom vereinbarten Hilfeplan abweicht erfolgt ggf. eine frühere Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt.

Plus:
Es gibt eine individuell abzustimmende Kombination aus

• einem wöchentlichen Coaching in der Gruppe

und

• Teilnahme an der 8 Termine umfassenden Elterngruppe (die nach dem Konzept von „Starke Eltern, starke Kinder“ arbeitet) und der Erledigung
der damit verbundenen Wochenaufgaben (ebenfalls 14tägig).
Der Einstieg in die Elterngruppe (zweimal im Kalenderjahr) richtet sich nach dem jeweiligen Auf-nahmedatum des Kindes/Jugendlichen. Die Elterngruppe wird von mindestens einer Familientherapeutin geleitet.

Modul 2
Es geht um die Klärung der Eltern-Kind-Beziehung bzw. die Auseinandersetzung der Kinder/Jugendlichen mit ihrer Biografie und/oder Herkunft/Kultur


• Eltern- und/oder Familiengespräche finden mindestens alle vier bis sechs Wochen statt. Es findet ein Hausbesuch statt.

• Wir erwarten einen regelmäßigen Kontakt zum Kind:

• Wo diese Möglichkeit aufgrund nicht erreichbarer bzw. nicht mehr lebender Eltern nicht gegeben ist, wird mit den betroffenen Kindern/Jugendlichen eine individuell angepasste Auseinandersetzung mit ihrer Herkunftsfamilie/Lebensgeschichte geführt.


Sollten Eltern entgegen ursprünglicher Hilfeplanung nicht zu Elterngesprächen in die Einrichtung kommen sind mögliche Ursachen herauszuarbeiten – . Um die Motivation für eine zielorientierte Zusammenarbeit wieder herzustellen, erfolgt

• eine Einladung per Telefon
• eine Einladung per Brief
• ein angekündigter/vereinbarter Hausbesuch

Bei weiterem negativem Verlauf der Elternarbeit erhält das Jugendamt nach drei Monaten ei-ne von uns vorbereitete Stellungnahme, die den Stand unserer bisherigen Arbeit dokumentiert und als Vorlage für die dann zu vereinbarende Hilfekonferenz dient.

Die Familientherapeutinnen nehmen an den Hilfekonferenzen grundsätzlich teil.

• Dort werden Zielvereinbarungen (nach S.M.A.R.T.) mit den Eltern getroffen – unabhängig von Än-derungen beim Kind/Jugendlichen.
• Desgleichen erfolgen Zielvereinbarungen (nach S.M.A.R.T.) mit dem Kind/Jugendlichen
• Ebenso wird hier das Setting für die Eltern/Familienarbeit festgelegt (Familien-, Paar- oder Ein-zelgespräche)

Es geht darum die in der Hilfekonferenz vereinbarten Ziele durch eine kleinschrittige Vorgehensweise zu erreichen. Die Verantwortung für die Umsetzung der einzelnen Schritte der Eltern liegt selbstverständlich bei diesen. Die dazu notwendigen Fragen, Anstöße, Hinweise und Hilfestellungen sind Aufgabe der Familientherapeutinnen

Zusätzliche Angebote können sein

• Elterncafe und/oder
• Elternnachmittage und/oder
• Elternabende die von Gruppenpädagogen/innen angeboten und geleitet werden.

Inhalt: verschiedene Themenschwerpunkte z. B. Pubertät, spezifische Behinderungen, kreative Angebote (Weihnachts-Osterbasteln etc.)
 

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Kontakt

Wadzeck-Stiftung
 

Geschäftsstelle Berlin
Tel: 843 82 – 0
Fax: 84382200
Herr Gizzi 84382210
Mail: Info
 

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