|
Familienarbeit in der Wadzeck-Stiftung
Es gibt im Rahmen der Eltern und Familienarbeit in der
Wadzeck-Stiftung unterschiedliche MODULE, die den Eltern und
Kindern/Jugendlichen im Rahmen der Verabredungen über die Richtungsziele
der Hilfe dargestellt werden. Diese Module gelten in der Regel für alle
Eltern. Ausnahmen davon sind in der Hilfeplanung konkret abzusprechen.
Modul 1
Die Eltern wünschen eine Rückführung so schnell wie möglich
Standard:
Regelmäßige Elterngespräche finden in der Regel 14tägig statt.
Zusätzlich werden bei Bedarf auch weitere Familien-mitglieder an den
Gesprächen beteiligt.
Während der Unterbringung findet mindestens ein Hausbesuch statt.
Die Beurlaubung nach Hause erfolgt mindestens 14tägig am Wochenende
(nach Absprache, insbesondere in zeitlicher Nähe zur Entlassung auch
häufiger.
Auch längere Beurlaubungsintervalle in den Ferien können im Hilfeplan
vereinbart werden). Zwischen den Beurlaubungen gibt es sowohl zwischen
Eltern und Kind/Jugendlichen als auch zwischen Eltern und Betreuer/innen
regelmäßig Telefonate (sinnvoll ist einen festen Termin dafür zu
vereinbaren).
Spätestens nach sechs Monaten wird der bisherige Hilfeverlauf von uns
dokumentiert und in der Hilfekonferenz gemeinsam mit der Familie und dem
Jugendamt erörtert.
Falls der tatsächliche Hilfeverlauf allerdings wesentlich vom
vereinbarten Hilfeplan abweicht erfolgt ggf. eine frühere
Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt.
Plus:
Es gibt eine individuell abzustimmende Kombination aus
• einem wöchentlichen Coaching in der Gruppe
und
• Teilnahme an der 8 Termine umfassenden Elterngruppe (die nach dem
Konzept von „Starke Eltern, starke Kinder“ arbeitet) und der Erledigung
der damit verbundenen Wochenaufgaben (ebenfalls 14tägig).
Der Einstieg in die Elterngruppe (zweimal im Kalenderjahr) richtet sich
nach dem jeweiligen Auf-nahmedatum des Kindes/Jugendlichen. Die
Elterngruppe wird von mindestens einer Familientherapeutin geleitet.
Modul 2
Es geht um die Klärung der Eltern-Kind-Beziehung bzw. die
Auseinandersetzung der Kinder/Jugendlichen mit ihrer Biografie und/oder
Herkunft/Kultur
• Eltern- und/oder Familiengespräche finden mindestens alle vier bis
sechs Wochen statt. Es findet ein Hausbesuch statt.
• Wir erwarten einen regelmäßigen Kontakt zum Kind:
• Wo diese Möglichkeit aufgrund nicht erreichbarer bzw. nicht mehr
lebender Eltern nicht gegeben ist, wird mit den betroffenen
Kindern/Jugendlichen eine individuell angepasste Auseinandersetzung mit
ihrer Herkunftsfamilie/Lebensgeschichte geführt.
Sollten Eltern entgegen ursprünglicher Hilfeplanung nicht zu
Elterngesprächen in die Einrichtung kommen sind mögliche Ursachen
herauszuarbeiten – . Um die Motivation für eine zielorientierte
Zusammenarbeit wieder herzustellen, erfolgt
• eine Einladung per Telefon
• eine Einladung per Brief
• ein angekündigter/vereinbarter Hausbesuch
Bei weiterem negativem Verlauf der Elternarbeit erhält das Jugendamt
nach drei Monaten ei-ne von uns vorbereitete Stellungnahme, die den
Stand unserer bisherigen Arbeit dokumentiert und als Vorlage für die
dann zu vereinbarende Hilfekonferenz dient.
Die Familientherapeutinnen nehmen an den Hilfekonferenzen grundsätzlich
teil.
• Dort werden Zielvereinbarungen (nach S.M.A.R.T.) mit den Eltern
getroffen – unabhängig von Än-derungen beim Kind/Jugendlichen.
• Desgleichen erfolgen Zielvereinbarungen (nach S.M.A.R.T.) mit dem
Kind/Jugendlichen
• Ebenso wird hier das Setting für die Eltern/Familienarbeit festgelegt
(Familien-, Paar- oder Ein-zelgespräche)
Es geht darum die in der Hilfekonferenz vereinbarten Ziele durch eine
kleinschrittige Vorgehensweise zu erreichen. Die Verantwortung für die
Umsetzung der einzelnen Schritte der Eltern liegt selbstverständlich bei
diesen. Die dazu notwendigen Fragen, Anstöße, Hinweise und
Hilfestellungen sind Aufgabe der Familientherapeutinnen
Zusätzliche Angebote können sein
• Elterncafe und/oder
• Elternnachmittage und/oder
• Elternabende die von Gruppenpädagogen/innen angeboten und geleitet
werden.
Inhalt: verschiedene Themenschwerpunkte z. B. Pubertät, spezifische
Behinderungen, kreative Angebote (Weihnachts-Osterbasteln etc.)
|