|
Das Familienaktivierungsprogramm der
Wadzeck-Stiftung
Die Wadzeck-Stiftung hat 1998 das ambulante
Betreuungskonzept Fakt (Familienaktivierung) entwickelt und führt unter
diesem Ansatz die Hilfe zur Erziehung nach SGB VIII § 31
(Sozialpädagogische Familienhilfe) durch. Fakt baut auf den
Erfahrungshintergrund der jahrelangen Arbeit mit Kindern und Eltern im
stationären und teilstationären Rahmen auf.
FÜR WEN...?
Familien in der Krise
Überforderte alleinerziehenden Eltern
Für sogenannte Multi-Problem-Familien
Bei angedachter Heimerziehung bzw. Rückführung
Der Arbeitsansatz ist wirksam in Familien, in denen die Bindung an die
Kinder erhalten und gefördert werden soll und bei denen eine
Bereitschaft zu Mitarbeit erkennbar ist. Dabei werden angemessene
Kinderschutzinteressen beachtet und überprüft.
WAS...?
Familienaktivierende Hilfe auf dem Hintergrund des SGB VIII § 31
(sozialpädagogische Familienhilfe).
WODURCH?
Eltern in ihrer Elternrolle wertschätzen/ Eltern auf ihre Pflichten
hinorientieren
den Blick auf alternative Entscheidungsmöglichkeiten richten
den Blick verstärkt auf das lenken, was gut geht und gelingt,
Hilfe bei dem Erreichen von kurz-, mittel und langfristigen Zielen,
Entlastung anbieten, ohne wichtige Funktionen der Familie auf Dauer zu
übernehmen
Konfliktmanagement in der Familie
zupackende Hilfe anbieten, die die Familie in ihrem Alltag benötigt
Vernetzung im Lebensumfeld der Familie
Unterstützung bei altersentsprechender Ablösung
ZIELE:
Ziele werden von der Familie in der Hilfeplankonferenz benannt und
werden zur Grundlage der Arbeit in den Familien.
UNSERE HALTUNG
die Ressourcen der Familie und der Einzelnen sollen erkannt und
gefördert werden
die Familie soll ein neues Gleichgewicht erlangen, das sie befähigt,
ihre Aufgaben und Funktionen zufriedenstellend wahrzunehmen
die Eltern sollen wieder Fachleute für die Erziehung ihrer eigenen
Kinder werden
wieder „Lust am Elternsein“ vermitteln
Eltern lernen wieder verantwortlich ihre Elternrolle wahrzunehmen und
den damit verbundenen Aufwand zu akzeptieren
weitere Erziehungshilfen sollen vermieden bzw. auf ein Minimum reduziert
werden
ORT DER HILFE
Die Durchführung der Hilfe findet im Regelfall in aufsuchender Form und
damit im Lebensmittelpunkt der Familie statt. Im besonderen Fall kann
die Familie – begrenzt auf max. 3 – 4 Monate – kurzfristig in einer
Wohnung auf dem Gelände der Wadzeck – Stiftung aufgenommen werden.
Zusätzliche Kosten entstehen dadurch nicht.
MITARBEITERTEAM
In der einzelnen Familie wird in der Regel eine berufserfahrene
Sozialpädagoge/in in Zusammenarbeit mit einer familientherapeutisch bzw.
systemisch ausgebildeten Fachkraft tätig. Die Teamarbeit aller Fakt-
Mitarbeiter/innen erfolgt auf dem Hintergrund regelmäßiger
qualitätsentwickelnder Maßnahmen.
LEISTUNGSMERKMALE:
die Hilfe ist kurzfristig angelegt (in aller Regel nicht länger als 6
Monate) und ist ressourcenorientiert
die Hilfe ist nicht an festliegende Dienstzeiten gebunden
in Krisensituationen bieten die Fakt- Mitarbeiter/ innen der Familie
eine Rufbereitschaft an
die Hilfe ist in einen professionell gestalteten Teamzusammenhang
eingebettet
KOSTEN
Die Finanzierung des Angebots erfolgt durch Fachleistungsstundensätze
für sozialpädagogische Familienhilfe durch das Jugendamt. Für die
Familie entstehen keine Kosten.
DAUER DER HILFE
Der Fakt-Einsatz ist so gestaltet, dass sich die Stundenzahl im Laufe
des halben
Jahres verringert.
Unsere Erfahrungswerte liegen bei 12 – 15 Stunden zu Beginn der Hilfe.
Sinnvoll ist es, ein Stundenkontingent zu vereinbaren. Über die konkrete
Dauer und Intensität wird in jedem Einzelfall individuell beraten.
Teilnahme an den in der Wadzeck-Stiftung durchgeführten Maßnahmen zur
Qualitätssicherung. |